Seine Gruft

M Marie Eugenie Delle Grazie
0 Altın Yaprak
2. Seine Gruft. Und abwärts schreit’ ich nun mit scheuem Zagen Zur Klosterkirche, d’rin in Frieden ruht O Tasso, was nach sturmbewegten Tagen Der Tod uns ließ von deiner Qual und Gluth. Vor meinen Blicken wächst mit hehrem Prangen Dein Sarkophag empor mit Schwert und Schild, Und die mit dir den Weg zur Gruft gegangen, Sie nennt und weist uns treu des Künstlers Bild. Rom’s Priester alle waren dein Geleite, Colonna und Corsini trugen dich, Mit Kränzen schritt die Jugend dir zur Seite Und Roma’s Lorbeerhelden neigten sich – Ja, du warst groß! Und als dein Aug’ geschlossen, Dein Mund erstarrt, durchlaufen deine Bahn, Erkannten reuevoll Italia’s Sprossen Dein heilig’ Weh und was man dir gethan! Vom Glorienschein des Ruhmes stolz umgeben, Um’s bleiche Haupt des Lorbeers ew’gen Kranz, Blickst du, wie anders nun, als einst im Leben, Herunter jetzt auf ihren Mummenschanz. Kein Bettlerkleid deckt heute deine Rippen Wie damals, als der Wahnwitz dich entflammt, Zu einem Lächeln zwang man deine Lippen, Doch herber hat kein Lächeln noch verdammt! –

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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