Der Landbriefträger

R Rudolf Lavant
0 Altın Yaprak
Im Schnee vergraben liegen alle Hütten Vom Himmel schneit es immerfort wie toll Und höret nimmer auf mit Flockenschütten, Man weiß nicht mehr, was das noch werden soll. Doch heiter stapf’ ich durch den weißen Segen, Die harte Arbeit ist mir heut’ ein Scherz, Denn alle Kinder jauchzen mir entgegen Und mit der Jugend jauchzt mein altes Herz. ’s ist keine Kleinigkeit! es drückt den Rücken, Doch in den Sturmwind pfeif’ ich dann und wann, Heut’ wird mein Kommen jedermann entzücken ― Für’s ganze Dorf bin ich der Weihnachtsmann! Denn aus der Stadt, wo hinter blanken Scheiben Ein Wundergarten für die Kleinen feil, Bring’ ich auf’s Dorf in wirrem Flockentreiben, Auf Holperwegen ein bescheidnes Teil. Das letzte Blatt entführte von den Zweigen Der raue Ost, der in das Mark mir dringt, Doch aus der Brust will Maienfreude steigen, Die mit der Lerche und der Amsel singt; Und wärm’ ich dann am Ofen meine Knochen Und glimmt im Pfeifchen meines Tabaks Rest, Begeht inmitten seiner schwersten Wochen Der Bote still das liebe Weihnachtsfest. R.L.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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