Das Zeitgedicht II

S Stefan George
0 Altın Yaprak
DAS ZEITGEDICHT Ich euch gewissen · ich euch stimme dringe Durch euren unmut der verwirft und flucht: ›Nur niedre herrschen noch · die edlen starben: Verschwemmt ist glaube und verdorrt ist liebe. Wie flüchten wir aus dem verwesten ball?‹ Lasst euch die fackel halten wo verderben Der zeit uns zehrt · wo ihr es schafft durch eigne Erhizte sinne und zersplissnes herz. Ihr wandet so das haupt bis ihr die Schönen Die Grossen nicht mehr saht – um sie zu leugnen Und stürztet ihre alt- und neuen bilder. Ihr hobet über Körper weg und Boden Aus rauch und staub und dunst den bau · schon wuchsen In riesenformen mauern bogen türme – Doch das gewölk das höher schwebte ahnte Die stunde lang voraus wo er verfiel.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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