Der alte Fritz (Fontane)

T Theodor Fontane
0 Altın Yaprak
(Zur Enthüllungsfeier des Friedrich-Denkmals im August 1851.) Bist endlich da! Gott sei’s geklagt, Hast lange warten lassen; Nun lehr’ uns wieder, unverzagt Den Feind beim Schopfe fassen, Den Feind in Ost, den Feind in West, Die Feinde drauß und drinnen, Zerreiß die Netze dicht und fest, Womit sie uns umspinnen. Blitz’ nur herab von Deiner Wacht, Solch Wächter mag uns taugen: Wir brauchen wieder, Tag und Nacht, Die Alten-Fritzen-Augen; Blitz’ nur herab! und wenn im Nu Die Schleicher Du errathen, Dann heb den Stock und droh: „Du, Du!“ Wie weiland dem Kroaten. Blitz’ nur herab von Deiner Wacht; Und wenn uns Feinde spotten, Pandurenthum und Slawenmacht Sich rings zusammenrotten, Dann, Dir zu Füßen, weck’ und wink’ Dem alten Leibhusaren, Und sprich: „He, Zieten, sattl’ Er flink, Wir woll’n mal drunter fahren.“ Vor allem aber blitz’ ins Herz Den Lenkern und den Leitern, Sei Du das Vorgebirg von Erz Dran ihre Aengste scheitern; Ruf ihnen zu: „mein war der Muth Dies Preußen aufzurichten, Es thut nicht gut, es thut nicht gut Solch Zagen und Verzichten. „Wohl, angesichts von meinem Schloß, Mag ich hier droben wohnen, Doch gilt’s mein Volk – mit Mann und Roß Einschmelzt mich zu Kanonen; Wohl thron’ ich hier auf sichrem Sitz, Mein Schimmel selbst ward erzen, Doch sichrer thront der alte Fritz In alten Preußenherzen.“

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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