Vielleicht?!

V Victor Blüthgen
0 Altın Yaprak
Ein ärmlich Stübchen unterm Dach: Drin lehnt der junge Musikant; Es streicht der Saiten Zauber wach im Bogenzug die schmale Hand. Das rauscht und flüstert, perlt und singt Schon seit dem frühsten Morgenlicht: Ob er’s erreicht? Ob er’s erringt? Vielleicht – o Gott: vielleicht auch nicht An kahler Wand ein Lorbeerkranz, Der Preis für seiner Jugend Müh’, Verwelkt nun; stumpf der Blätter Glanz; Der stolze Kranz, er kam zu früh. Schier endlos dehnet sich der Gang Zum Ziel, das höchsten Ruhm verspricht, Ihm wird so schwül, ihm wird so bang: Vielleicht – o Gott: vielleicht auch nicht! Beim Lorbeerkranz ein Mädchenbild, Mit Sternenaugen, gleich der Nacht. Ein Lächeln weich und gnadenmild Umschwebt der dunklen Lippen Pracht. In seine Seele fiel ein Strahl Von diesem Engelsangesicht: Dereinst – vielleicht dereinst einmal! Vielleicht – o Gott: vielleicht auch nicht! Ein roh Geschirr auf rohem Tisch – Es trug sein kärglich Morgenbrod. Längst schwand die Wange jugendfrisch; In hohlen Zügen haust die Noth. Doch einst – – dem Ruhm ein Fürstenkleid Zu weben hält die Welt für Pflicht – Geduld – vielleicht nur kurze Zeit! Vielleicht – o Gott: vielleicht auch nicht! Und hast’ger geigt die schmale Hand, Und heißer brennt der tiefe Blick – – Das ist der Traum im Wüstensand, Der Traum von künft’gem Künstlerglück! Und ob so oft die Hoffnung dorrt, Wie Kraft im Fieberringen bricht – Fort lebt das dunkle Marterwort: Vielleicht – o Gott: vielleicht auch nicht!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

Bu şiire çeviri ekle ·

Bu şiiri puanla

Henüz puan verilmemiş

Yıldıza dokunarak 1–10 arası puan ver

Yorumlar

Yorum yapmak için giriş yapmalısın.

Giriş yap

Bu şiire henüz yorum yapılmamış. İlk sen ol.

Sana daha iyi bir okuma deneyimi sunabilmek için sitemizde çerez kullanıyoruz. Kişisel verilerin KVKK ve GDPR kapsamında işlenir; hangi çerezlere izin verdiğini dilediğin zaman değiştirebilirsin.