„Sein Bild“

F Friedrich Hofmann
0 Altın Yaprak
Komm’ an mein Herz, geliebter Sohn, Heut’ ist zum zweiten Mal die Feier, Die Du, so jung in Trauer schon, Und ich begeh’ im Witwenschleier. Im Geiste geh’n wir Hand in Hand Und bringen als Geburtstagsgabe Dem Vater fern im Böhmenland Heut’ Gruß und Kranz zu seinem Grabe Doch hier, wo er so lieb und mild Gewaltet, und so fest und bieder, Hier halten wir im Arm sein Bild, Als läg’ er uns am Herzen wieder. Hier sind wir wieder alle Drei So still vereint, wie in den Stunden, Wo, war der Tag der Pflicht vorbei, Er nur bei uns sein Glück gefunden. Und wie er da in sel’ger Lust Auf’s Knie Dich hob, in’s Aug’ Dir schaute, So, Kind, geschmiegt an meine Brust, Vernimm, was mir sein Bild vertraute. Sein Auge, sieh, es spricht zu Dir So klar, daß ich mich jetzt noch freue: Verehr’ als höchste Manneszier, Mein Sohn, Wahrhaftigkeit und Treue! Wie reich in seines Herzens Grund Der Schatz der Liebe ist gewesen, – O, küsse Deines Vaters Mund, In seinem Bild, ist’s noch zu lesen! Auf seiner Stirn, auf der oft rann Die Perle schwerer Arbeitbürde, Thront der Geist, der allein den Mann Verkündet in der Hoheit Würde. So war Dein Vater. Nicht das Schwert Des Kriegers war allein sein Trachten: Der Menschheit Wohl war mehr ihm werth, Als blutiger Triumph der Schlachten. Er starb als Held, treu seiner Pflicht, Und fern von uns deckt ihn die Erde, – Doch was zu Dir sein Bild heut’ spricht, Dem strebe nach, mein Sohn, das werde! Du bist sein Ebenbild! Sei’s ganz. Wie Du der Trost bist meinen Tagen! Dann kann ich einen Freudenkranz’ Auf meinem Witwenschleier tragen.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

Bu şiire çeviri ekle ·

Bu şiiri puanla

Henüz puan verilmemiş

Yıldıza dokunarak 1–10 arası puan ver

Yorumlar

Yorum yapmak için giriş yapmalısın.

Giriş yap

Bu şiire henüz yorum yapılmamış. İlk sen ol.

Sana daha iyi bir okuma deneyimi sunabilmek için sitemizde çerez kullanıyoruz. Kişisel verilerin KVKK ve GDPR kapsamında işlenir; hangi çerezlere izin verdiğini dilediğin zaman değiştirebilirsin.