Glück der Entfernung

G Goethe Goethe
0 Altın Yaprak
Trink’, o Jüngling! heil’ges Glücke Taglang aus der Liebsten Blicke; Abends gaukl’ ihr Bild dich ein. Kein Verliebter hab’ es besser; Doch das Glück bleibt immer größer, Fern von der Geliebten seyn. Ew’ge Kräfte, Zeit und Ferne, Heimlich wie die Kraft der Sterne, Wiegen dieses Blut zur Ruh. Mein Gefühl wird stets erweichter; Doch mein Herz wird täglich leichter Und mein Glück nimmt immer zu. Nirgends kann ich sie vergessen; Und doch kann ich ruhig essen, Heiter ist mein Geist und frei; Und unmerkliche Bethörung Macht die Liebe zur Verehrung, Die Begier zur Schwärmerey. Aufgezogen durch die Sonne Schwimmt im Hauch äther’scher Wonne So das leichtste Wölkchen nie, Wie mein Herz in Ruh und Freude. Frei von Furcht, zu groß zum Neide, Lieb’ ich, ewig lieb’ ich sie!

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Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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