Es schlummert die Welle, die Erle schweigt, Kein Lufthauch, der flüsternd die Halme neigt; Die Fichten träumen im Mondenlicht, Der Wald im Schlafe – er regt sich nicht.…
1. Umdunkelt von kühlenden Schatten, Tief, tief in des Waldes Grün,…
Kennst du den Tempel, von des Meisters Händen Aus Millionen Säulen aufgebaut? Nicht Stein und Mörtel braucht’ er, zu vollenden, Was staunend dein entzücktes Auge schaut.…
Im kurzen Linnenkleide, Das Haar zerzaust vom Wind, Irrt baarfuß durch die Haide Der Senne braunes Kind.…
Zwei Buchen stehn auf hoher Bergeshalde, Zwei wetterharte, trotzige Gestalten; Die Stämm’ ergraut, bemoost der Rinde Falten, Doch ungebeugt vom Alter, vollbelaubt,…
Wie schön bist du, geliebtes Heimathland! Natur hat dich geschmückt mit reicher Hand. Die Bäume stehn von goldnen Früchten schwer, Auf grünen Weiden grast der Rinder Heer,…
Zerstreute Trümmer, band- und mörtellos, Gesunkne Pfeiler, eingefallne Bogen, Umwuchert von Gestrüpp, von Haid’ und Moos Vielleicht seit tausend Jahren überzogen;…
Hier ist der Ort, die alte Stätte, Wo auf der Haide dürrem Sand Vor langer Zeit mein Wiegenbette Im engen Vaterhause stand.…
Hell liegt der Abendsonne rother Strahl, Geschmolznem Erze gleich, auf Hermanns Schilde; In seinem letzten Schimmer ruht das Thal Und goldne Streifen säumen das Gefilde,…
Da droben auf waldigen Höhen Da steht ein einsames Haus, Die blinkenden Fenster, sie sehen Zum schweigenden Hochwald aus.…