An der Bilsteinhöhle

L Ludwig Altenbernd
0 Altın Yaprak
Kennst du den Tempel, von des Meisters Händen Aus Millionen Säulen aufgebaut? Nicht Stein und Mörtel braucht’ er, zu vollenden, Was staunend dein entzücktes Auge schaut. Noch unerforscht ist, wie er schuf und baute, Wenn Jeder gleich die große Werkstatt schaute. Es steht der Tempel jedem Beter offen, Kein Meßner führt uns ein in’s Heiligthum, Kein Priester lehrt vom Glauben, Lieben, Hoffen: Der Tempel predigt selbst des Meisters Ruhm. Ob Alles still, ob rings die Säulen wanken – Er predigt hehre, herrliche Gedanken. Der Ampel Licht erhellt die weiten Hallen Und tausend Kerzen flimmern durch die Nacht, Und Weihrauchdüfte auf zur Decke wallen, Die, blau gemalt, den Tempel überdacht; Mit Bildern, groß und wunderbar, durchwoben, Die, nie veraltend, ihren Meister loben. Ein jeder Lenz malt neu der Wölbung Bogen, Aus fernem Land erscheint ein Sängerchor Und ihres tausendstimm’gen Hymnus Wogen, Wie tönen sie entzückend in dein Ohr! Doch Alles schweigt und lauscht, wenn durch die Hallen Mit Donnerton der Orgel Klänge schallen. L. Altenbernd.

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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