Hände (Březina)/Totenwache

O Otokar Březina
0 Altın Yaprak
Nachdem sich gelegt unzählige Feuersbrünste, Als die Dämmerung, wie Asche voll Funken, in Verwehungen Sich bereitete zwischen den kämpfenden Lagern, Unsere süßen Brüder suchen gingen wir Im Waffenstillstand. Und nach dem erbleichenden Schimmer der Aureolen Erkannten wir ihre schönen Häupter, Gestützt auf steinerne Pfühle, Wie im Traume. Doch die Dünste des neuen Morgens verdichteten sich Auf ihren Stirnen im Tau des Todes, Und an jenem Abend, der seine Dämmerung Über tausende unserer Tage gebreitet, Unter allen unseren Küssen fühlten wir ihre fragenden Mienen Und ihr erzwungenes rätselhaftes Lächeln – Wachen werden wir über den Zelten der schlafenden Brüder, in Gebeten, Und Bäume, Wässer, die Erde werden unsere Bangigkeit teilen Und befreundete Städte. Inmitten schwarzer Meere der Vernichtung Werden unsere Träume schweigsame Inseln sein Und die Flotten der Toten, segelnd nach heißen Zonen, Werden wir am Horizonte grauer Lichter erkennen. Brennen nicht alle deine Blüten mit allen Gestirnen Über unzähligen Gräbern, wie Grabeslampen Am Abend, während der geheimnisvollen Octave deiner Sieger? Uns schufst du nicht Millionen von Zungen Vom bittern Seufzen der Gräser, demütiger Moose, Bis zur Beredsamkeit der Flammen und weißer Sonnen Verzweiflung, Daß sie klagend vernehmen lassen in Jahrtausenden die Schwere deines Fluches, Den Schmerz der vergänglichen Dinge?

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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