Ein Lied aus alter Zeit
A Albert Traeger
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Altın Yaprak
In regungslosem Sinnen
Tief träumt die alte Frau,
Das Auge blickt nach innen,
Beglänzt von mildem Thau,
Was ihr die stille Stunde
So wunderbar geweiht,
Es ist von jungem Munde
Ein Lied aus alter Zeit.
Wie hat sie’s einst gesungen,
Wie hat sie’s einst gehört,
Es hat ihr Herz bezwungen,
Das lang’ sich stolz empört,
Und nun will es erneuen
Versunk’ne Tage ihr,
Das alte Lied vom treuen,
Vom tapfern Cavalier.
Der Tapfre ist gefallen,
Im Wind das Lied verweht,
Die Treue nur von Allen
Einsam auf Trümmern steht,
Da faßt des Liedes Mahnen
Ihr mächtig das Gemüth,
Ein todessel’ges Ahnen
In seinen Tönen blüht.
Die Züge sich verklären,
Das Herz ihr höher klopft,
In hellen Freudezähren
Ihr Sehnen niedertropft –
Doch die das Lied gesungen,
Theilt nicht der Alten Lust,
Leidvoll fühlt sich durchdrungen
Der Enkeltochter Brust.
Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv
Bu şiiri puanla
Henüz puan verilmemiş