Satyr im Parke

A Albert Traeger
0 Altın Yaprak
Tief im Park, bei alten Bäumen, Eingerahmt von vollen Rosen, Die mit duftgeschwellten Träumen Seinen ew’gen Schlaf umtosen, Steht der Satyr – manch’ Jahrhundert Ist vorüber ihm gerauscht, Den, nachdenklich und verwundert, Jetzt ein schönes Kind belauscht: „Frei und edel diese Züge, Hoch die Stirn und voll Gedanken, Doch, als ob zu schwer es trüge, Leise scheint das Haupt zu schwanken; Wie von süßem Rausch umflossen, Den gebroch’nen Blick gesenkt – Ob an Freuden, die genossen, Ob er an erhoffte denkt? Lächelt schon der Mund entgegen Seiner Nymphe Willkommspende, Während auf verschlung’nen Wegen Schleicht zur Stelle die Behende? Oder mußten sie sich trennen – Fühlt er noch zum Abschiedsgruß Heiß auf seinen Lippen brennen Ihren letzten langen Kuß? Oder täuscht er meinen Glauben, Hat nach Liebe kein Verlangen, Und es hält der Saft der Trauben Den betäubten Sinn umfangen? Weinlaub kränzet seinen Scheitel, Und des Zechers feuchter Mund Lächelt höhnisch: Alles eitel, Auf dem schwanken Erdenrund. Mann, selbst noch in Stein gehauen, Bleibst ein Räthsel allerorten, Und das Herz der armen Frauen Sucht umsonst nach Lösungsworten; Daß beim hohen Liebesfeste Niemals uns die Furcht beschleicht: Seine Stunden hat der Beste, Da er diesem Satyr gleicht. Aber durch des Kranzes Fülle Seh’ ein Hörnerpaar ich ragen. Sollte hier die Menschenhülle Trügerisch ein Thier nur tragen? Und ich war schon so beklommen, Scheute vor den Männern mich – Einen hätt’ ich ausgenommen, Einen Einz’gen, sicherlich.“

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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