Brennende Liebe

R Rudolf Presber
0 Altın Yaprak
Du braune Schöne, deren Haut Von Tropenglut geröstet, Wie viel hab’ ich dir anvertraut, Wie hast du mich getröstet! Wenn ich dir heimlich – sel’ge Stund’! – Den Gürtel abgerissen, Wie hingst du heiss an meinem Mund Zu schweigendem Geniessen. Wie weich und warm dein Atem flog … Dein Wuchs schlank, ohne Fehle … Mit nie gestilltem Durste sog Ich mich in deine Seele. Ein Duft des braunen Körpers schlich Sich schmeichelnd durch die Räume; Auf weissen Wölkchen wiegte sich Der Genius meiner Träume. Nun hat der Feinde blutig Heer Die Heimat dir genommen, Und du wirst nimmer übers Meer Zu deinem Freunde kommen. Der Traum von manchem Dämmertag Liegt kalt und grau in Asche, Und nur dein schlechtes Abbild trag Ich seufzend in der Tasche. Ach, schilt mir nicht die Unmoral, Wenn laut mein Schmerz verkündigt, Wie wir zwei Beide manchesmal Im Kämmerlein gesündigt, Wie oft ich vorzog deine Näh’ Dem Nektar selbst und Manna, Du schlanke, braune – Henry Clay, Du Tochter der Havanna!

Metnin kaynağı: Kamu malı arşiv

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