am Grabe Richard Wolffram’s. (15. März 1854.) Es war ein schönes, blüthenreiches Leben,…
1) Kunemund’s Tod. Es lag zur Dämmerstunde ein Nebel auf dem Land, Da rief Albwin der König nach seinem Streitgewand:…
Die Nacht schlug über die Eb’ne Ihr tiefblaues, goldfunkelndes Zelt, Und hinter den heiligen Bergen im Osten Hebt sich klar und dunstlos…
Als du dem Lichte mich gegeben, Umfieng dich selbst die ew’ge Nacht; Doch tief in meinem eig’nen Leben Empfind’ ich deiner Liebe Macht.…
Myrtenlaub im gold’nen Haare, Unter Liljen kühl und mild, Liegst du lächelnd auf der Bahre, Stummes, engelkeusches Bild!…
Wie ist es nur so bald geschehen, Daß ich dir, Mann, mein Alles gab? Darf ich dir in die Augen sehen, Und wendest du dein Haupt nicht ab?…
O Männerjugend, dir, auf deren Wangen Zuerst der Sehnsucht weiche Thräne floß, In deren Herz dann drängendes Verlangen Mit schmerzerstarkten Gluthen sich ergoß,…
Dein Antlitz ist kein heißer Tag, Es ist ein milder Mondenschein; Dein Herz bewegt kein wilder Schlag, Der Friede Gottes schließt es ein.…
O Phöbos, dir bring’ ich zum Festaltare, Der alten Heimath meiner Traumeslust, Mit neuem Epheu im geschmückten Haare Die Lenzesgaben einer Dichterbrust.…
Ich wandre meine Straße fort, Und Abendwinde wehen, Da seh’ ich an dem Fenster dort Ein weinend Mädchen stehen.…
Es liegt in Blut und Banden Der treue Held Edwin; Die wilden Henker stehen In finst’rer Scheu um ihn.…
Du hast mich längst verlassen, Längst hin ist Lust und Weh’; Doch rührt mein Herz sich leise, Wenn ich dein Antlitz seh’.…
Ein Röslein gabst du mir beim Scheiden, Ein Röslein bring’ ich dir zurück, Ein frisches Bild aus alten Zeiten Voll Lenzessturm und Maienglück.…
Leis verglüht der Tag in den Pappelzweigen, Glockentöne wiegen den Wald in Schlummer, Durch des Friedhofs träumende Stille weht’s wie Ewige Sehnsucht.…
Erst streift’ ich dir heimlich, von Schauern durchzückt, An des Kleides duftendem Saume, Dann wurde dir leise die Hand gedrückt, Und du sah’st mich steh’n wie im Traume.…
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